Vorlesen aber bitte aus Büchern

Vorlesen - aber bitte aus Büchern! Ein Kommentar von Renate Reichstein

In der letzten Woche wurde in der Branchenpresse ein neues Vorleseportal vorgestellt, über das ein "gelernter Buchhändler" Vorlesegeschichten zum kostenlosen Download anbietet, die ihm von Verlagen und Autoren zur Verfügung gestellt werden sollen - und die Stiftung Lesen möchte Väter zum Vorlesen animieren, indem sie über die Intranets am Projekt beteiligter Firmen den interessierten Vätern ebenfalls honorarfrei zur Verfügung gestellte Geschichten zum kostenlosen Download bereitstellt.

Soviel kostenloses Angebot zum Download kann nicht im Sinne der Verlage und Urheber sein. "Vorlesen" ist extrem wichtig für die Heranführung der Kinder an Sprache und Literatur - und Bücher! "Vorlesen" ist für Eltern (Mütter wie Väter) eine wunderbare Erfahrung, die sie mit ihren Kindern teilen und an die sie sich lebenslang erinnern werden. "Vorlesen" muss gefördert werden!

Es liegt im ureigenen Interesse der Verlage, dass dieses propagierte Vorlesen mit und aus Büchern erfolgt, denn ein Ziel aller Bemühungen muss es auch sein, die Kinder schon im Kleinkindalter mit gebunden Büchern und ihren wunderbaren Inhalten vertraut zu machen. Es gibt für jede Altersstufe in großes Angebot passender Vorlesegeschichten in den Verlagsprogrammen. Der stationäre Buchhandel kann und wird damit gerne dienen.

Kostenlose Downloadangebote sollten deshalb - wenn überhaupt - nur in Form von kleinen "Appetithappen" ermöglicht werden, also kurzen Auszügen aus Geschichten, deren Weiter- oder Fertiglesen nur aus dem gebundenen Buch möglich ist.
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Downloads, Vorlesen,
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